Wahrnehmung und authentischer SelbstausdruckEinleitung:
Das Phänomen der Wahrnehmung ist subjektiv, also individuell verschieden und dient letztlich dazu, die eigene Umwelt zu erkennen, einzuordnen und daraus Schlüsse für die persönliche Sicherheit ziehen zu können.
Zunehmende Technisierung, Digitalisierung, veränderte Arbeitsorganisationen, soziale Belastungen und wachsender Arbeitsdruck sind einige Ursachen, um mögliche Stresssymptome auszubilden. Laut „Gesundheitsförderung Schweiz“ gaben über 50% der Erwerbstätigen an, sich emotional erschöpft zu fühlen. 28% der Erwerbstätigen befänden sich bereits „im kritischen Bereich“, d.h. der persönliche Stress wird stärker wahrgenommen, als die persönlichen Ressourcen (Faktenblatt_072_GFCH_2022-08_-_Job-Stress-Index-2022.pdf).
Stresssymptome sollten unbedingt ernst genommen werden: Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Herzklopfen, Blut- und Schlafstörungen. Stress zeigt sich zum einen körperlich und emotional: z.B. durch erhöhte Reizbarkeit, Ermüdungs- und Überforderungserscheinungen, Niedergeschlagenheit, Angst. Zum anderen beeinflusst Stress unser Denken und Handeln: z.B. Rückzugsverhalten oder aggressiverem Verhalten. Stress verändert zudem das Essverhalten und kann zwischenmenschliche Beziehungen enorm belasten.
Besonders „eingefleischte“ Gewohnheiten, Denk- und Handlungsmuster, scheinen den Weg aus dem „Hamsterrad“ zu blockieren. Der Leidensdruck ist meist hoch, bevor Menschen das Rad stoppen und erkennen, dass sie etwas für sich tun müssen, um sich wieder wohler in ihrer Haut zu fühlen.
Genau darum geht es bei der Achtsamkeit und der Wahrnehmung von uns selbst. Der persönliche Körper hilft uns, im Moment anzukommen, Akzeptanz zu üben und wertfrei wieder ins Spüren zu kommen. Aus diesem Grund sendet uns unser Körper Signale und sagt: „Schau doch mal da hin, hier bei Dir ist etwas nicht ganz in Ordnung“. Achtsame Wahrnehmung und Kontakt kann uns wieder in Verbindung mit unseren von Natur aus angelegten Bedürfnissen sowie mit unseren Ressourcen bringen.
Wie ich arbeite:
In der gemeinsamen Arbeit geht es darum, einen sicheren Raum für eine ganz persönliche Entwicklung anzubieten. Achtsame, wertfreie Wahrnehmung durch die Methode von Öffnung – Erkennen – Verändern – Integrieren kann Einfluss auf eine persönliche Entwicklung haben – je nach individueller Kapazität und dem Gefühl von Sicherheit während des Prozesses. D.h. auch Gefühle, die bislang zurückgehalten werden mussten dürfen in Ausdruck gebracht werden. Ich unterstütze ihren Weg.
Ziel:
Die eigene Körper- und Selbstwahrnehmung zu verfeinern und sich im eigenen Körper wohl und sicher zu fühlen, sich besser begreifen zu lernen und mit dem Körper und seiner Umwelt bewusster in Kontakt zu kommen.